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‘Limit of Visibility’, Hafenmuseum Bremen
2010


‘Die Überfahrt’

Die Überfahrt, die große Reise, die Sehnsucht nach Ferne, alles lässt sich mit dem archaischen Symbol des Bootes beschreiben. Die Situation birgt allerdings ein schaukelndes Ambivalent und so lässt sich ebenso das Scheitern, die unerträgliche Situation von Leere und Abwesen-heit bis hin zum Untergang denken. Das Unterwegssein fördert die Sehnsucht nach Heimat und offeriert doch die Unmöglichkeit des an-Land-Seins und des Ankommens. Auf dem Wasser, auf das die Sehnsucht Seeleute wie Touristen zieht, gibt es keinen Halt, keinen festen Grund. Die Situation des Ausgeliefertseins ist ständig im Fokus.
Der Bootskörper, ein aus Zellstoff gefertigtes Objekt, bestimmt das Zentrum meiner begeh-baren Objekt-Installation. Das Boot hängt frei im Raum und schaukelt bei Berührung. Kunststoffbahnen türmen sich zu schwer überwind-baren Hindermissen, auf denen eine schiefe Ebene die Situation des Kippens veranschaulicht. Fotos von Horizonten auf dem Meer spiegeln die Nähe des -scheinbar- Erreichbaren vor.
Die Installation ‘Überfahrt’ agiert mit der möglichen Vorstellung einer Grenzüberwindung. Das Boot ist gerüstet, es drängt nach Aufbruch, der Horizont ist zu schon zu sehen, doch er verschiebt sich ständig beim Näherkommen. Dieser metaphysische Zustand findet kein Ende und belässt die Situation in einem offenen Schwebezustand.